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Motortuning

Motortuning ist der absolute Urvater jeglicher Tuningsaktivitäen und der eigentlich Ursprung des Tunings. Sprach man früher von Tuning waren damit immer die leistungssteigernden Maßnahmen am Motor gemeint. Karosserietuning und alle weiteren Tuningarten gab es erst viel später. Das hägt wohl nicht zuletzt auch damit zusammen, dass üer aerodynamische Feinheiten noch nicht so viele detaillierte Informationen verfügbar waren wie später und dass für das optische Aufpolieren, wie es das Innenraumtuning oder das Lichttuning beinhaltet, das Material und die Muße einfach noch fehltee. Erst einmal galt es die Kisten um jeden Preis schneller zu machen.

Erhöhung des Mitteldrucks

“Mehr Druck machen” ist zum festen Ausdruck geworden, tatsächlich kommt die Redensart aus dem Motortuning. Mit einer Erhöhung des Mitteldrucks, der dem gemittelten Zylinderdruck eines Motors entspricht, tunt man die Motorleistung. Fast alle Maßnahmen des Motortuning dienen der Erhöhung des Mitteldrucks. Der Verbrennungsdruck wird gesteigert, indem alles vermieden wird, was ihn reduzieren könnte, namentlich der Druckverlust beim Ansaugen des Treibstoffs und beim Ausschieben der Abgase.

Erhöhung des Hubvolumens

Das Hubvolumen zu erhöhen ist eine weitere Maßnahme mit der man seinen Motor so richtig auf Touren bringen kann. Gleichzeitig steigert man damit auch den Drehmoment, was sich wiederum leistungssteigernd auswirkt. Pro Arbeitstakt wird die chemisch umsetzbare Menge an Kraftstoff erhöht, sprich: Man braucht mehr Sprit, kommt aber dafür auch schneller von der Ampel weg als alle anderen. Im Fachjargon heißt es: Der Massendurchsatz wird erhöht, wenn der Kubikmeterzahl des Hubraums vergrößert wird.

Erhöhung der Drehzahl

Mit einer höheren Drehzahl lässt sich zunächst nicht mehr Power aus dem Motor holen, sondern nur die potentielle Leistung erhöhen. Um schnell anzufahren benötigt der Motor nämlich nur eine kleine Drehzahl, aber ein großes Drehmoment. Die maximale Drehzahl, die durch Tuning erreicht werden kann, ist allerdings begrenzt. Faktoren wie die Zeit, die für die Geschmischbildung benötigt wird um auf die maximale Kolbengeschwindigkeit zu kommen, sind begrenzt. Für alle Maßnahmen gibt es im Einzelnen Experten und für jedes Auto einen anderen Spezialisten. Eine Zeit lang, besonders in den siebziger und achtziger Jahren war Motortuning ein regelrechter Volksport, inzwischen wird es mehr und mehr vom Chiptuning abgelöst.